Islam-Ein Erklärungsversuch Teil 3

Ein großes Thema ist immer wieder die Stellung der Frau im Islam. Viele meinen der Islam würde Frauen unterdrücken, sie schlechter stellen.

O ihr Menschen, Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, auf daß ihr einander erkennen möget. Wahrlich, vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist. Wahrlich, Allah ist Allwissend, Allkundig.

Hier in Sure 49 haben wir drei gute Beispiele. Zum einen beginnt sie mit „Ihr Menschen“. Es sind also sowohl Männer als auch Frauen gemeint und zum anderen steht dort: „Wir haben euch aus Mann und Frau erschaffen“. Auch hier sieht man das beide Geschlechter ebenbürtig sind. und als drittes: „vor Allah ist von euch der Angesehenste, welcher der Gottesfürchtigste ist“ Auch hier gibt es kein Ansehen nach Geschlecht, sondern lediglich nach Gottesfurcht.

„Seht, Ich lasse kein Werk der Wirkenden unter euch verloren gehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen.

Auch in Sure 3 wird deutlich dass es nicht um das Geschlecht geht.

Sure 33 stellt das auch noch einmal recht umfangreich dar:

Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen, die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen, die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen, die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen, die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen, die demütigen Männer und die demütigen Frauen, die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben, die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten, die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren, die Männer, die Allahs häufig gedenken, und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken – Allah hat ihnen (allen) Vergebung und großen Lohn bereitet.

Es gibt diverse weitere Suren in denen wir diese klare Aussage finden.

Außerdem finden wir u.a. folgende Überlieferungen:

Der Prophet (sallallahu aleyhi wa sallam-Allah segne ihn und schenke ihm Frieden) sagte:

„Frauen sind die Zwillingshälften der Männer.“

und:

„Fürchtet Allah und behandelt eure Kinder gleich!“

und:

“Schätzt eure Töchter nicht gering. Sie sind warmherzig und wertvoll.”

Außerdem:

„Wer seine Töchter großzieht und gütig mit ihnen verfährt, dem werden sie ein Schutz vor dem Höllenfeuer sein.“

Im Islam sind Frauen und Männer also gleichberechtigt. Gleich sind sie natürlich trotzdem nicht. Beispielsweise haben Männer keine Menstruation(sbeschwerden).

Während dieser Zeit sind Frauen vom 5maligen rituellen Gebet befreit, ebenso vom fasten, oder von einem längeren Aufenthalt in der Moschee-außer um beispielsweise Vorträge zu hören.

Da dies alles jedoch wichtige Bestandteile der Religion sind scheint es auf den ersten Blick nachteilig für Frauen zu sein. Das stimmt aber nicht, denn Frauen haben keinen Nachteil dadurch.

Wir finden zum Beispiel folgende Überlieferung:

Abul-Abbas Abdullah ibn Abbas ibn Abdul-Muttalib (r) erzählte, dass der Gesandte Allahs (sws) von seinem Herrn, dem Gesegneten und Erhabenen, berichtete, dass Er (Allah) gesagt hat: „Allah hat die guten und die schlechten Taten niedergeschrieben.“ Dann erklärte er dies: „Wer etwas Gutes beabsichtigt und es nicht durchführen konnte, dem hat Allah dies bei Sich als volle gute Tat angerechnet. Hat er es durchführen können, dann rechnet Allah ihm dies bei Sich als zehn gute Taten, bis zum siebenhundertfachen und bis zum vielfachen (davon), an. Und wer etwas Schlechtes beabsichtigt, es aber nicht durchgeführt hat, dem wird dies als vollendete gute Tat bei Allah, dem Erhabenen, angerechnet. Hat er diese schlechte Tat jedoch ausgeführt, so rechnet Allah ihm dies als eine einzige schlechte Tat an.“

Darüber hinaus gibt es diverse Suren und Überlieferungen wie diese:

Der Prophet (sallallahu aleyhi wa sallam-Allah segne ihn und schenke ihm Frieden) wurde von einem Mann gefragt: „Wen soll ich am besten behandeln?“ Er antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte weiter: „Und wen danach?“. Der Prophet antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte noch einmal: „Und wen danach?“ Der Prophet antwortete: „Deine Mutter.“ Der Mann fragte wiederum : „Und wen danach?“ Da antwortete der Prophet: „Deinen Vater.“.

Und Sure 31:

Und Wir haben dem Menschen im Hinblick auf seine Eltern anbefohlen – seine Mutter trug ihn in Schwäche über Schwäche, und seine Entwöhnung erfordert zwei Jahre -: „Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist die Heimkehr.

Wir sehen das Frauen gerade als Mütter eine besonders bevorzugte Stellung haben und Schwangerschaft und Entbindung ihr stets angerechnet werden.

Erbe

In Sure 4 heißt es dazu:

Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts.

Das sieht auf den ersten Blick für Frauen nachteilig aus. Jedoch muss man bedenken das die Pflicht zur finanziellen Versorgung der Familie beim Mann liegt, während Frauen zwar einen Beruf ausüben können, dies jedoch nicht müssen und folglich auch nicht zur finanziellen Beteiligung verpflichtet sind. Es wäre also nachteilig für einen Mann wenn sein Erbe mit dem der Frauen identisch wäre, da er teilen muss, während Frauen das nicht brauchen.

Einige Themen, die durchaus auch mit der Stellung der Frau zu tun haben, aber nicht nur- wie Ehe, Scheidung, Mehrehe, ect. bekommen ihren eigenen Artikel, aber ich denke man sieht bereits das eine Benachteiligung von Frauen im Islam nicht vorgesehen ist und es vielmehr um Gerechtigkeit geht

 

 

 

 

 

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